Was das BFSG regelt

Das Gesetz setzt eine EU-Richtlinie zur Barrierefreiheit bestimmter Produkte und digitaler Dienstleistungen um. Ziel ist, dass auch Menschen mit Einschränkungen digitale Angebote selbstständig nutzen können.

Wen das Gesetz betrifft — und wen nicht

Reine Dienstleistungen von Kleinstunternehmen sind unter bestimmten Voraussetzungen ausgenommen. Wer jedoch Produkte online verkauft, etwa über einen Webshop, fällt häufig unabhängig von der Unternehmensgröße unter das Gesetz.

Wichtig

Diese Einordnung ist allgemein und ersetzt keine rechtliche Prüfung im Einzelfall. Im Zweifel lohnt sich eine kurze Abstimmung mit einer darauf spezialisierten Kanzlei.

Was barrierefreies Webdesign praktisch bedeutet

Die Anforderungen sind konkreter, als der Name vermuten lässt.

  • Ausreichende Farbkontraste zwischen Text und Hintergrund
  • Vollständige Bedienbarkeit auch ohne Maus, allein über die Tastatur
  • Aussagekräftige Alt-Texte für Bilder
  • Verständliche Fehlermeldungen in Formularen
  • Eine klare, semantisch korrekte Seitenstruktur

Wie wir das in Projekten umsetzen

Ein Sprunglink zum Hauptinhalt, sichtbare Fokuszustände bei der Tastaturbedienung und eine semantisch saubere Struktur sind bei uns keine nachträgliche Ergänzung, sondern von Beginn an Teil der technischen Umsetzung.

Häufige Fragen

Muss ich als kleiner Handwerksbetrieb barrierefrei sein?

Reine Dienstleistungen von Kleinstunternehmen sind oft ausgenommen. Verkaufen Sie jedoch Produkte online, gilt das Gesetz meist unabhängig von der Unternehmensgröße. Eine rechtliche Einzelfallprüfung ersetzt das nicht.

Ab wann gilt das BFSG?

Das Gesetz ist seit dem 28. Juni 2025 in Kraft.

Was passiert bei Nichteinhaltung?

Es drohen behördliche Maßnahmen bis hin zu Bußgeldern. Die genaue Einordnung hängt vom Einzelfall ab.

Weiterführende Leistungen

Bastian Berlin

Gründer von Oberlanddesign. Entwickelt und betreut Websites für Unternehmen im Oberland — von der Gestaltung bis zum laufenden Betrieb.